Die Kunst des Reisens...

oder auch ars apodemica haben wir von 1990 bis Ende 2021 ausgeübt. Sie ist der Neubesinnung in der Renaissance­zeit ent­sprun­gen, als man vorherige Fesseln des Denkens abstreifte und eine neue Kultur des Ent­de­ckens und Verstehens begründete. Ab dem 16. Jahr­hundert er­wei­ter­te der Adel in Form der Grand Tour sei­nen geistigen Ho­rizont. Man lernte in und an der Fremde, sparte in­des den Genuss nicht aus. Das gebildete Bürger­tum (Goethe, Fon­ta­ne, Twain...) tat dies spä­ter eben­so. Unsere Über­zeugung war: Noch immer ist gutes Reisen eine Kunst und "veredelt den Geist" (Oscar Wilde) - wie ein Kunst­werk sorg­samster Zuwendung be­darf, so auch eine Reise, da­mit sie zu einer Sin­fo­nie der Sinne wird. Un­se­re Reisen waren daher weit mehr als Be­we­gung von Ort zu Ort, von Be­ginn an hatten Sie bei uns die Gewähr, eine informative und kurz­wei­li­ge Kom­po­si­tion zu erleben - orientiert zu sein. Un­se­re Reise­phi­lo­so­phie bot Er­kennt­nis­ge­winn und stilvoll Un­ter­hal­ten­des. Jede Reise hatten wir per­sön­lich re­cher­chiert. So erfuhren Sie Details, die an­de­ren ver­bor­gen blieben, erhielten geis­tige An­ge­regungen - und auf diese Weise wurde die "Reise unschätzbar. Sie belebt, be­richtigt, be­lehrt und bildet." (Goethe an Schiller, Oktober 1797)

 

Unsere Reiseziele...

waren anfangs (seit 1990) die neuen Bundesländer - als unser Beitrag zur "inneren Einheit". Unser Spek­trum ha­tten wir er­wei­tert, doch der Reiseindustrie, die auf tou­ris­tischen Ein­heits­pfa­den mar­schiert, wollten wir uns nie an­schlie­ßen. Wir reisten dort­hin, wo an­de­re sich nicht hin­be­ge­ben, oder präsentierten Ihnen ver­meint­lich Ver­trau­tes unter voll­kom­men neuen Aspekten.

 

Doch das Coronavirus...

und die daraus abgeleiteten "Maßnahmen" haben uns gelehrt, dass unsere Kultur-, Ereignis- und Bildungsreisen nicht systemrelevant sind, und unter den herrschenden Umständen konnten wir sie ohnehin nicht in der seit über dreißig Jahren bewährten Form durchführen. Um nach insgesamt 39 seit März 2020 entschädigungslos ab­ge­sag­ten Reisen (alle komplett arrangiert und nahezu alle auch ausgebucht) nicht auf­zu­hö­ren, wäre eine masochistische Veranlagung erforderlich gewesen - die wir nicht be­sit­zen.
Wir waren des Abwartens auf "Normalität" müde und haben unsere Tätigkeit zum Jahresende 2021 eingestellt.

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